Nach kritischer Prüfung des
Michelson-Morley-Versuches werden als Hypothese antigravitative Elementarteilchen
angenommen, die symmetrisch mit gravitativen Teilchen in gleicher Menge
entstehen. So, wie im gesamten Universum die Summen positiver und negativer
Ladungen gleich groß sind, gilt es auch für gravitative und antigravitative
Teilchen.
Antigravitative Massen können nicht entstehen
– die Ursprungsteilchen bleiben isoliert. Sie bilden im gesamten Universum den
„Einstein-Äther“. Dichteschwankungen führen zu Variationen der
Lichtgeschwindigkeit.
Die Lichtgeschwindigkeit bestimmt die Masse, die Vakuuminfluenz die
Dichte solcher Teilchen und das Produkt dieser Größen die mittlere
antigravitative Massendichte des Universums, deren Betrag mit dem der
gravitativen übereinstimmt.
Die Integration dieses Teilchens in ein Modell aller bekannten Teilchen
macht die Existenz eines "Äthers im
Sinne Einsteins" wahrscheinlich.
Kosmologische Konstante, Vakuumenergie und Baryonenasymmetrie sind
weitere Teilergebnisse. Dekohärenz führt zur
Erklärung von Aspekt-Ergebnissen, Doppelspalt-Resultaten und Beschreibung der
Lichtausbreitung.
Der mittlere Abstand der schwingenden Teilchen führt zu einer
Wellenlänge, die mit jener der Hintergrundstrahlung praktisch
übereinstimmt.
Wegen der Symmetrie sind die mittleren Dichten für antigravitative
und gravitative Massen des Universums gleich. Die daraus ermittelte
Hubble-Konstante zeigt, dass nicht ein Urknall, sondern die permanente
Ausdehnung durch die antigravitativen Teilchen bestimmend für die
Expansion ist, was eine positive kosmologische Konstante bedeutet.
Die mit Partikeln erklärte Gravitation führt zu anderen, aber isomorphen
Beschreibungen der SRT und ART.
In einem Kapitel über den Materie- und Teilchenaufbau wird das
Standardmodell der Materie zwar erweitert, aber nicht verändert. Das
antigravitative Teilchen ist mit seinem gravitativen Partner Urbaustein. Aus
letzterem sind viele bekannte Teilchen konstruierbar. Dabei ergibt sich
folgerichtig ein weiteres "Quark", das Baustein der Gluonen ist und
bekannte Reaktionen erklärt. Es wird die
Ruhemasse von Neutron und Proton und weiterer Teilchen erläutert.
Ein Vergleich der Erstarrung von Metallen oder allgemein von
Festkörpern mit der Entstehung des Universums zeigt Parallelen. Aus einem
solchen Modell folgen die Reihenfolge der Entstehung von Sternen, elliptischen
Galaxien, Spiralnebeln und deren bekannte Anordnung mit großdimensionalen
materiefreien Räumen.
Die Dichte der zur "Singularität" verdichteten Materie wird
geschätzt. Aus deren Rekombination mit Adipolen (antigravitative elektrische
Dipole) entstehen erneut Ausgangsteilchen, die entweichen und Anlass für
die Bildung neuer Materie und Sterne sind. Folge des Modells ist ein
entropischer Kreisprozess.
Adipole erlauben eine andere Deutung des Doppelspaltversuchs. Die
Ableitung der de Broglie-Beziehung ist ein weiteres Resultat.
Besondere Aufmerksamkeit galt stets - soweit bekannt - gesicherten
Versuchsergebnissen, die immer letztendlich entscheiden. Aber sie
erlauben unterschiedliche Deutungen, wobei auch, wie Carlo Rovelli
(1) beschreibt, spekulative Theorien durchaus interessant sind.
Die „Bastelstunde“ zeigt weitere Überlegungen, deren Potential nicht
ausgeschöpft ist.
Chancen hat dieses Modell nicht, da es nach professoraler Ansicht zu weit
abseits des Mainstream liegt.
Letzte Korrektur:8-8-2011
(1) Spektrum d. Wiss. März 2006 Rovelli,Carlo
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